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Berlin: Gehaltskürzung bei Lehrer/innen mit Masterabschluss

Heute beginnen ca. 540 angehende Lehrerinnen und Lehrer ihr Referendariat. Für die LehreranwärterInnen mit fachwissenschaftlicher Ausbildung in zwei Fächern und dem neuen Masterabschluss hat der Senat eine böse Überraschung parat. Sie werden nicht mehr nach A 13 bezahlt, sondern nur noch nach A 12

Die Begründung der Senatsverwaltung ist genauso spitzfindig wie abenteuerlich: Nach Fußnote 8 zur Besoldungsgruppe A 13 in der Bundesbesoldungsordnung könnten nur die L 2-Lehrer/innen nach A 13 bezahlt werden, deren Ausbildung vor 1973 geregelt war. Durch die Reform der Lehrer/innenbildung im Jahr 2004 würden die Lehrkräfte mit Masterabschluss diese Voraussetzung nicht mehr erfüllen.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Hier wurde offenbar gezielt die Nadel im Heuhaufen gesucht, um die Lehrkräfte mit Masterabschlüssen dauerhaft schlechter zu bezahlen als die mit den alten Staatsexamenabschlüssen. Das bestätigt unsere Befürchtung, dass mit der verkürzten Ausbildungsdauer der neuen Lehramtsmaster auch das Gehaltsniveau abgesenkt werden soll.“

Von der Absenkung sind zur Zeit erst ca. 15 Referendare betroffen, da die meisten noch mit dem alten Staatsexamen abgeschlossen haben. Die Zahl wird mit der Umstellung auf Master aber beständig steigen. Im Referendariat bedeutet die Kürzung zwar nur 30 Euro im Monat. Nach dem Referendariat würden diese Lehrkräfte aber zwei Gehaltsstufen tiefer eingruppiert und damit fast 400 Euro monatlich einbüßen.

Rose-Marie Seggelke: „Wir sind bisher davon ausgegangen, dass auch Senator Zöllner junge Lehrkräfte in Berlin halten will. Mit dieser Kürzung wird genau das Gegenteil erreicht. Berlin wird als Arbeitsort für Lehrer/innen noch unattraktiver. Wir fordern Senator Zöllner auf, diesen bürokratischen Unsinn umgehend zu stoppen.“

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