studiberatung-potsdam.de
Startseite
Jobberatung
Jobben & Recht
Dein Geld
Praktika
GEW & Studium
KompetenzGEWinn
Publikationen
Termine
Newsletter
Mitglied werden
Students at work!
Banner: dgbjugend
Banner: Sozialinfo 2011
Banner: boeckler
Banner: nazis blockieren
Banner: praktika_bewertung
Banner: aenderdas
Banner: Intelligenzija Potsdam
Banner: Templiner Manifest
Banner: Job Chance Berlin
Banner: LohnSpiegel
Banner: kuze
Banner: ABS
Banner: tarif.ini

O f f e n e r B r i e f der Studierenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Brandenburg

Zukunft für Brandenburg – Gegen Kürzungen im Bildungssektor und gegen Studiengebühren

  
 

GEW-Studis

Sehr geehrte Damen und Herren Minister,

wir, die Studierenden in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Brandenburg, wenden uns an Sie, weil wir ernsthaft besorgt sind über die Entwicklungen im Bildungs- und Hochschulbereich. Wir fürchten um die Zukunftsfähigkeit des Landes Brandenburgs.

Einsparungen im Wissenschaftssektor

Wir bitten Sie, auf jegliche Einsparungen im Sektor Bildung, Wissenschaft und Hochschulen zu verzichten. Uns ist bewusst, dass dem Land Brandenburg demnächst weniger Mittel zur Verfügung stehen werden. Allerdings ist der Hochschulbereich einer der wenigen Bereiche im Land Brandenburg, die zukunftsfähig sind. Die 20-Jährige Geschichte als Wissenschaftsstandort ist eine Erfolgsstory. Dies sollte keinesfalls durch kurzfristige Sparziele aufs Spiel gesetzt werden. Darüber hinaus bedeutet jede_r Studienanfänger_in und jedes weitere Forschungsprojekt, das nach Brandenburg „geholt“ werden kann, einen weiteren Ausbau als Wissenschaftsstandort und die Fortschreibung der Erfolgsgeschichte. Weiterhin hängen tausende Arbeitsplätze und 50.000 Lebensentwürfe von jungen Studierenden an der Ausfinanzierung der Hochschulen. Jeder investierte Euro in den Hochschulbereich rechnet sich mittel- bis langfristig. Bildung ist unsere Zukunft. Deshalb bitten wir Sie, auf sämtliche Einsparungen zu verzichten.

Diskussion über Studiengebühren

Wir bitten Sie weiterhin, ihre Kollegin Frau Prof. Sabine Kunst in ihrer Position als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur und den geschäftsführenden Präsidenten der Universität Potsdam, Herrn Dr. Grünewald, zur Vernunft zu bringen und den Koalitionsvertrag der Regierungsfraktionen einzuhalten. Die angefangene Diskussion über Studiengebühren ist nicht nur schädlich für die Außendarstellung des Wissenschaftsstandortes, vielmehr verunsichert es die Abiturient_innen, die zukünftig in Brandenburg studieren möchten. Das „intelligente Modell“ eines Studienzeitkontos ist nichts anderes als die Absage an eine (rot-rote) fortschrittliche Bildungspolitik. Sämtliche Bundesländer, auch Rheinland-Pfalz, schaffen dieses Modell wieder ab, da es als gescheitert angesehen werden kann. Somit fehlt dem Diskurs in Brandenburg jegliche Legitimationsgrundlage. Wir bitte sie, als Landesregierung, deshalb eindringlichst das Gespenst der Gebühren-finanzierten Hochschulbildung endgültig wieder einzumotten und die Vertreter_innen der Landesregierung auf den Koalitionsvertrag zu verpflichten.

Drohende Zwangsexmatrikulation an der Universität Potsdam

Wir bitten Sie, die Universität Potsdam zur Einhaltung des geltenden Rechts aufzufordern und das amtierende Präsidium zur Vernunft zu bringen. An der Universität Potsdam sollen mit nicht haltbarer rechtlicher Argumentation bis zu 4000 Studierende zwangsexmatrikuliert werden. Das ist nicht nur in sozialpolitischer Hinsicht untragbar, vielmehr führt es zu einer volkswirtschaftlichen Belastung, wenn 4000 Menschen kurz vor ihrem Abschluss von der Universität geworfen werden sollen. Um auch den Sparzielen des Landes gerecht zu werden, bitten wir sie der Universität Potsdam dieses illegale Vorgehen auszureden und den Studierenden ihren Abschluss zu ermöglichen.

Zusammenfassend bitten wir Sie, ihre Wahlversprechen zu halten und das Land Brandenburg durch eine fortschrittliche und soziale Bildungs- und Wissenschaftspolitik zu stärken. Diese sollte weder auf veraltete Finanzierungsmodelle zurückgreifen noch in einem Bereich kürzen, der die Zukunft des Landes darstellt. Wir bitten Sie, die sozialen Belange der derzeitigen und zukünftigen Studierenden zu achten und Abstand von jeglichen Kürzungen und Gebührenmodellen zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre GEW-Studis Brandenburg

Seite weiterempfehlen Druckversion Startseite Kontakt Impressum