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DGB Jugend: Investieren zahlt sich aus

Der DGB begrüßt die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft und die Abschaffung der Studiengebühren in Baden-Württemberg.

(dgb-jugend, 5. Oktober 2011)Der DGB begrüßt die am 29. September 2011 von der Baden-Württemberger Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen) angekündigten Gespräche zur Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft und die zum Sommersemester 2012 geplante Abschaffung der Studiengebühren.

Besonders zu beachten ist die geplante weitere Öffnung der Hochschulen für Berufstätige ohne Abitur, sagt die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Marion von Wartenberg. "Der DGB fordert für Berufstätige mit einer dreijährigen Berufsausbildung einen offenen Hochschulzugang ohne Eignungsprüfung."

Positiv sei auch die Aufstockung der Mittel für die Hochschulen. Angesichts der hohen Studierendenzahlen müsse der Posten im Landeshaushalt bei Bedarf erhöht werden. "Investitionen in Bildung zahlen sich aus. Dabei hat die Ministerin die volle Unterstützung des DGB", so die DGB-Vize.

An den Hochschulen im Land schreiben sich zum Wintersemester so viele Erstsemester ein wie noch nie. Ein Trend, den die grün-rote Landesregierung begrüßt. Aber auch einer, der ihr weitere finanzielle Anstrengungen abverlangt. Exakte Zahlen stünden zwar noch aus, doch Bauer spricht schon jetzt von einem Rekord: "Es gibt deutliche Hinweise, dass wir zum Wintersemester im Schnitt 30 Prozent mehr Erstsemester als im Vorjahr haben", sagte sie der "Stuttgarter Zeitung".

Als Ursache nannte sie neben der Abschaffung der Wehrpflicht den Verzicht auf Studiengebühren zum Sommersemester 2012. Allein an den Dualen Hochschulen (frühere Berufsakademien) sei die Zahl der Neueinschreibungen von 8.800 auf aktuell 11.000 angewachsen - 28 Prozent mehr.

Bauer sieht darin keine Belastung, sondern eine Chance: "Wir müssen die Herausforderung mutig annehmen und der jungen Generation gute Studienbedingungen liefern." Internationale Studien zeigten, dass sich Bildungsinvestitionen für die Gesellschaft insgesamt rechneten.

"Wir finden das gut", sagt Andreas Schackert vom DGB-Jugend-Projekt "Students at work". Nun müssten auch die letzten Studiengebührenländer noch zur Vernunft kommen (zu aktuellen Übersicht: hier. Nur Bayern zeigt sich noch verstockt gegen eine verfasste Studierendenschaft.

Zur Pressemeldung des DGB Baden-Württemberg: hier.
Die DGB-Jugend zu Studiengebühren: hier.
Zum Artikel der DGB-Jugend "Studiengebühren ohne Freunde": hier.

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