GEW-Studis solidarisieren sich mit den protestierenden Studierenden in Österreich
Für eine freie, selbstbestimmte und gebührenfreie Bildung für alle von Anfang an!
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GEW-Studis |
Die Studierenden in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft solidarisieren sich mit den protestierenden Studierenden der österreichischen Hochschulen, bekräftigen ihre Forderungen entschieden und sprechen sich für die Weiterführung des begonnenen Streiks aus.
Eure Forderungen sind unsere Ziele!!!
Seit nunmehr einer Woche protestieren die Studierenden Österreichs gegen den neoliberales, an ökonomischen Prinzipien ausgerichtetes, verwertungsorientierter Umbau der Hochschulen. Die geplanten "Reformen" verfestigen die Chancenungleichheit, erhöhen die Selektivität und fördern die Elite eines ohnehin bereits elitären Bildungsgedankens. Sie bauen zusätzliche Barrieren in einem bereits jetzt schon selektiven und elitären Bildungssystem auf. Der Zugang zu Bildung wird so zum Privileg. Die aktuellen Pläne der österreichischen Regierung wenden sich ab von der staatlichen Verantwortung das Recht auf Bildung für Alle umzusetzen und entziehen damit den Grundstein für eine auf Demokratie und Partizipation fußende Gesellschaft.
Bologna ist nicht die Lösung sondern das Problem!
Sämtliche Forderungen der protestierenden Studierenden finden unsere vollste Unterstützung. Das, was gerade in Österreich im Bildungssystem bzw. an den Hochschulen passiert, befindet sich seit geraumer Zeit an den deutschen Hochschulen in der Umsetzung. Die Studierendenproteste in Deutschland konnten den Umbau nicht verhindern sondern nur in Einzelaspekten beeinflussen. Seit dem Bildungsstreik 2008 und 2009 zusammen mit allen Bildungsbeteiligten im deutschen Bildungssystem, wissen wir, dass der Protest nie enden darf, da auch die nächste Generation von Studierenden, Auszubildenden und Schüler_innen die Ungerechtigkeit einer neoliberalen Bildungspolitik voll zu spüren bekommt. Der Protest in Österreich zeigt, dass dies kein nationales Phänomen ist sondern ein internationales Problem.
Freie Bildung für Alle -- SOFORT!
Zehn Jahre Bolognaprozess in Deutschland haben zu einem unterfinanzierten, personell unterbesetzten, Studienplatz reduzierenden, gebührenerhebenden, verwertungsorientierten, Demokratie abbauenden, Privatwirtschaft förderndem Hochschulsystem geführt, dass sich gegen jeglichen Anspruch der Freiheit von Wissenschaft und Lehre, ein freies selbstbestimmtes Studium sowie Chancengleichheit für Alle richtet.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS)
Landesausschüsse der Studentinnen und Studenten (LASS): Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen














