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PISA E: Große Herausforderungen für die Zukunft

In Berlin sind heute die Ergebnisse der neuesten PISA-Studie (PISA E) vorgelegt worden. Für die nationale Ergänzungsstichprobe wurden 57 000 Schüler an 1500 Schulen getestet. Bahnbrechende neue Erkenntnisse scheinen nicht gewonnen worden zu sein

Neben den durchaus interessanten Einzelergebnissen und Auswertungen für die Länder, bei denen Sachsen in allen drei Disziplinen den ersten Platz erringt und den bisherigen Sieger Bayern auf den zweiten Rang verweist, sind die systembedingten Mängel unverändert die gleichen.

Die Schulsysteme der Länder seien inzwischen noch differenzierter als bei PISA 2003, stellen die Verfasser der Studie fest: Hauptschulen finde man nur noch in 10 Ländern, Realschulen in 12 Ländern. In einigen Ländern existierten (daneben) "verbundene", "erweiterte" oder "integrierte" Haupt- und Realschulen. Andere Länder hätten klar geschnittene zweigliedrige Systeme, die neben dem Gymnasium unterschiedlich bezeichnete Regel-, Mittel-, Sekundar- oder Regionalschulen umfassten. Das verweise auf Grenzen bei der Vergleichbarkeit bezüglich der Ergebnisse für die verschiedenen Schularten in den Ländern.

Über die Länder am ehesten vergleichbar seien deshalb die Ergebnisse, die an den Gymnasien erreicht würden, denn diese Schulart komme in allen Ländern (mit einer vergleichbaren curricularen Ausrichtung) vor und versammle jeweils die kompetenzstärksten Schülerinnen und Schüler. Das ist nun wiederum keine wirkliche Neuigkeit.

Bei der Förderung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund zeichneten sich im Vergleich der Länder nur kleine Unterschiede ab, jedoch noch keine "gute Praxis", die den anderen Ländern als Vorbild dienen könne.

Große Herausforderungen bestehen in den Ländern nach wie vor darin, junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft in ihrer Kompetenzentwicklung zu stützen und ihnen in gerechter Weise Zugang zu weiterführenden Bildungsgängen zu geben, so die Verfasser. Die Botschaft ist unmissverständlich: "Die Kopplung von sozialer Herkunft mit Kompetenz ist in allen Ländern Deutschlands zu hoch."

Salomonisch schließt die Studie damit, dass der Vergleich der Länder "noch große Herausforderungen für die Zukunft" erkennen lasse. Es sei zu wünschen, dass "nachfolgende Ländervergleiche in der Lage sein werden, Fortschritte der Länder in Bezug auf diese Herausforderungen abzubilden".

Mehr zu PISA E: www.gew.de/PISA_E.html

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