Soziale Situation studentischer Beschäftigter an Berliner Hochschulen
Die Auswertung der Umfrage zur Situation der studentischen Beschäftigten in Berlin ist jetzt fertig.
Zum Hintergrund: Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat jegliche tarifliche Lösung für studentische Beschäftigte an Hochschulen - im Rahmen der aktuellen Neufassung der bundesweiten Tarifverträge im öffentlichen Dienst - abgelehnt. Damit bleibt das Berliner Tarifmodell weiterhin bundesweit einzigartig.
Bereits 2004/2005 fand in Marburg (Hessen) eine ähnliche Befragung statt: Ein Hauptergebnis dieser Befragung ist, dass vor allem die Studierenden an ihrer Hochschule arbeiten, die es sich "leisten" können, davon nicht leben zu müssen, da in Marburg die studentischen Beschäftigten 'frei' von jeglicher tariflichen Sicherung mit weniger als 8 Euro in der Stunde bezahlt werden.
Die Berliner Studie belegt nun empirisch wie wichtig eine tarifliche und personalvertretungsrechtliche Regelung für studentische Beschäftigte ist.
Aus der Studie [Fazit]:
Soziale Herkunft
... Der Tarifvertrag für studentische Beschäftigte kann die soziale Schieflage in der Zusammensetzung der Studierenden nicht beseitigen. Er trägt aber dazu bei, Studierenden aus sozial schlechter gestellten Familien eher eine existenzsichernde Beschäftigung zu ermöglichen. Fast die Hälfte aller an der Umfrage beteiligten studentischen Beschäftigten gab an, sich voll aus dem Job an der Hochschule zu finanzieren. In der Marburger Studie waren es nur 8 %.
Die Studie kannst du abrufen unter biwifo.bb.verdi.de/-/i8a im Bereich: Studentische Beschäftigte an Berliner Hochschulen / TVstud II.














