KMK vereinfacht das Studium ohne Abitur
Die KMK möchte den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte ohne Abitur öffnen und bundesweit weitgehend vereinheitlichen. Meisterinnen, Technikern und Fach-wirten wird ein allgemeines Hochschulzugangsrecht zuerkannt
Sie können ohne weitere Tests und Probezeiten ein Fach ihrer Wahl an einer Hochschule studieren. Berufstätige mit mindestens zweijähriger Ausbildung plus dreijähriger Berufspraxis erhalten ein fachgebundenes Zugangsrecht. Ihr Studiengang muss in etwa der bis-herigen beruflichen Praxis entsprechen. Den Beschluss der KMK im Wortlaut findet ihr im Anhang. Einige Bundesländer - zum Beispiel Rheinland-Pfalz - haben eine noch weitergehende Öffnung bereits angekündigt.
Mit der Öffnung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte wird eine langjäh-rige Forderung der Gewerkschaften umgesetzt. Bisher ist der Anteil beruflich Quali-fizierter ohne Abitur verschwindend gering. Nur 0,6 Prozent der Neueinschreibun-gen an den Universitäten und 1,9 Prozent an Fachhochschulen entfallen auf diese Gruppe. Damit tatsächlich mehr Berufstätige den Weg an eine Hochschule finden, müssen sich dort aber auch die Rahmenbedingungen ändern (Teilzeitstudium etc.). Zudem müssen die Hochschulen besser finanziell ausgestattet werden. Die IG Metall fordert von der Politik, dass spezielle Förderprogramme aufgelegt und Betriebe un-terstützt werden, die ihren Mitarbeitern/innen z.B. das Ingenieur- oder Informatik-studium ermöglichen möchten. Denn nur über die breite Anwendung dieser Rege-lungen kann auch ein Beitrag zur Beschäftigungssicherung geleistet werden.














