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Umfrageergebnisse zu KompetenzGEWinn

Allein im Februar haben 185 Studierende uns ihre Wünsche für Zusatzangebote für Lehramtsstudierende in unserer Umfrage mitgeteilt. Und der Wünsch nach Angeboten hätte kaum größer sein können. In einzelnen Themenfelder haben bis zu 80 % der Studierenden ihr Interesse an Seminaren artikuliert. Nur eines der Themenfelder fiel unter 40 % Interesse.

Teilnehmer

Insgesamt haben 185 Studierende die Umfrage vollständig ausgefüllt. Davon Studieren 140 im Bachelor, 26 im Master und 35 in Nicht-Bologna-Studienordnungen. Gewerkschaftlich organisiert waren unter 10 Prozent der Teilnehmenden. Die Ergebnisse stammen also nicht aus dem eigenen Kreis der GEW-Studis. Studierende aller Studiengänge beteiligten sich aus allen Fachbereichen des Lehramtsstudiums, sowie auch einige nicht Lehramts-Studierende. Wir informierten über die Umfrage auf dieser Internetseite und über E-Mail-Verteiler der Fachschaften.

Inhaltliche Ergebnisse

Kernfragen der Bedarfsanalyse haben wir in folgende Tabelle ausgewertet. Die Studierenden konnten pro Themenfeld ein Kreuz setzen. Die dritte Antwortmöglichkeit "interessiert mich nicht" haben wir hier ausgespart - nur bei den unteren beiden Themenfeldern wurden hier die 10 % überstiegen. Sortiert wurde hier um der Darstellung willen nach dem Interesse an Veranstaltungen.

Themenfeld "Interessiert mich, würde dazu eine Veranstaltung besuchen." "Interessiert mich, aber dazu würde ich KEINE Veranstaltung besuchen."
Handlungskompetenzen für den Lehrerberuf (Rhetorik, Konflikt-, Projekt-, Zeitmanagement etc.) 86,59 % 11,73 %
Ausblick auf weiteren Ausbildungsverlauf (Referendariat und Berufseingangsphase) 72,73 % 21,59 %
Konkrete Lehr-Lern-Methoden (z.B. gruppenarbeit, Moderationsmethode, Frei-Arbeit, Lernwerkstatt, etc.) 71,59 % 24,43 %
LehrerInnenrolle - Schwierigkeiten, Erwartungen und Möglichkeiten 67,43 % 28,57 %
Alternative Schulmodelle (Montessori und andere Modelle oder auch herausragende Einzelschulen) 51,41 % 36,72 %
Querschnittsaufgaben von und Herausforderungen an Schule (Erziehung zu Demokratie und Mündigkeit, Schule und Integration, Schulangst, ...) 48,86 % 43,75 %
Schulentwicklungsprozesse (Ganztagsschule, Bilgungsstandards, Individuelle Förderung, Lokale Bildungslandschaften, usw. 44,94 % 46,07 %
Handlungskompetenzen fürs Studium (Rhetorik, Zeit-, Projektmanagement, etc.) 31,25 % 52,84 %

Dieses Ergebnis ist für uns in mehrfacher Hinsicht überraschend. Zunächst haben wir nicht mit einem so starken und breiten Interesse gerechnet und sind hoch erfreut, dass so viele Studierende nicht nur Interesse an Weiterbildung über das Studium hinaus haben, sondern auch ihre Bereitschaft Zeit zu investieren mitteilen.

Auch überraschend und wohl ähnlich positiv zu bewerten ist der große Unterschied zwischen den Themenfeldern "Handlungskompetenzen für den Lehrerberuf" und "Handlungskompetenzen für das Studium". Die Studierenden haben sich eindeutig für die langfristige Alternative entschieden (obwohl eine Entscheidung gar nicht notwendig war) und unterstreichen damit ihr Professionsbewusstsein.

Dennoch muss bei jeder Interpretation dieser Daten bedacht werden, dass sie keineswegs repräsentativ sind. Die Teilnahme erfolgte freiwillig nach der Information, dass es um die Ausrichtung eines Zusatzangebots mit Perspektive auf den Lehrerberuf ginge. Zu vermute ist also eher, dass nur diejenigen Studierenden, die ein Interesse an einem solchen Angebot haben, teilnahmen und nicht, dass alle Lehramtsstudierenden der Universität Potsdam ein solch großes Interesse und Professionsbewusstsein haben. Dennoch ist auf Grundlage der Ergebnisse der Studie zum Ausbildungs- und Berufseinstiegsverlaufs von Lehrkräften Prof. Dr. Udo Rauins (zum Artikel), davon auszugehen, dass sich hier viele Studierende zu Wort gemeldet haben, die Dank ihres Engagements beste Chancen haben erfolgreich in den Beruf einzusteigen und dem Burnout zu entgehen.

Ergebnisse zum Organisationsrahmen

Einige weitere Fragen bezogen sich auf den zeitlichen Rahmen, den Seminarangebote haben sollten. Die Ergebnisse sind hier sehr gemischt und relativ nah beieinander. Der am häufigsten gewünschte Zeitraum Zeitraum für Veranstaltungen ist das Zwischensemester unter der Woche. Wochenenden im Semester oder im Zwischensemester liegen gleichauf an zweiter Stelle. Bei der Dauer der Veranstaltungen liegen in beiden Zeiträumen die Ein-Tages-Seminare vor den mehrmaligen Zwei-Stunden-Angeboten, welche wiederum vor mehrtägigen Angeboten liegen. Wir haben uns deshalb entschieden einen Großteil unserer Angebote als Ein-Tages-Seminare in die Wochen vor dem Vorlesungsbeginn des Semesters zu legen. Wir hoffen hier die größte Schnittmenge aus Urlaubsrückkehrenden und prüfungsleistungsfreien Studierenden zu treffen. Dennoch werden wir auch in den anderen Zeiträumen Seminare anbieten, um den sehr unterschiedlichen Präferenzen gerecht zu werden. Ein Punkt bleibt uns dabei unverständlich: Wie sollen mehrmalige zwei-stündige Veranstaltungen während des Zwischensemesters erfolgreich stattfinden? Sind wir Studierenden nicht fast alle in den Zwischensemestern zeitweise außerhalb von Berlin/Brandenburg unterwegs und können somit schlecht regelmäßige wöchentliche Seminare besuchen? Da dies auch uns selbst betrifft und die Organisation der Veranstaltungen somit kaum möglich wäre, schließen wir solche Angebote zunächst einmal aus. Wir sind aber für jedes Argument gegen unsere Einwände und jede Idee einer Umsetzung offen.

Wir danken allen Teilnehmenden an der Umfrage. Wünschen allen anderen Organisationen, die diese Ergebnisse für ihre Planungen nutzen, viel Erfolg in der Bildungsarbeit! Und weisen zuletzt darauf hin, dass die Umfrage weiterhin zur Beantwortung offen steht und die neue Einträge bei der Planung weiterer Angebote durch uns genutzt werden. Ebenso wie wir offen sind für konkrete Seminar- und Veranstaltungswünsche, sowie Kooperationen und natürlich auch dafür jeden Studierenden dabei zu unterstützen, selbst Angebote auf die Beine zu stellen. Bei Interesse einfach eine Mail an seminar@studiberatung-potsdam.de.

Gemeinsam für eine gute Schule!

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